Kaum besprochen – schon vergessen

Als Führungskraft fragen Sie sich vielleicht auch manchmal, warum so vieles, was bereits besprochen wurde, immer wieder in Vergessenheit gerät. Absprachen werden nicht eingehalten, Vorgaben nicht umgesetzt.

Ist das nur die Bequemlichkeit Ihrer Mitarbeiter und Kollegen oder steckt mehr dahinter?

Der renomierte deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus fand heraus, dass bereits nach rund 20 Minuten der Mensch frisch Gelerntes zu 40 Prozent wieder vergessen hat.  Die Halbwertzeit des Erlernten beträgt gerade mal eine Stunde, nach einem Tag ist unser Erinnerungsvermögen weiter geschrumpft und auf lange Sicht behalten wir nur wenig. In Zeiten der Informationsüberflutung greift die kollektive Demenz weiter um sich. Das merken Sie an Aussagen Ihrer Kollegen wie beispielsweise: ” Kannst Du mir die Mail nochmal schicken …?”

Denn während Ihr Computer nichts vergisst, vergessen Menschen sogar, was sie eigentlich vergessen haben.

Daher ist es eigentlich kein Wunder, wenn Sie Ihren Mitarbeitern ständig dasselbe erklären müssen.

Doch wie können Sie Informationen effektiv kommunizieren und dafür sorgen, dass Ihre Mitarbeiter sich diese auch merken?

Richtig ist: Je klarer, prägnanter und sinnhafter Sie Ihre Anforderungen an Ihre Mitarbeiter formulieren, desto mehr bleibt davon langfristig bei diesen hängen.

Der Führungsgrundsatz lautet also: „Sag, was du brauchst, und du bekommst, was du willst.“

Sie wirken dem Vorgang des Vergessens also mit dem Konzept des „Überlernens“ entgegen, indem Sie das Wissen durch konstantes Wiederholen verankern.

Das ist aber nur die eine Hälfte der Wahrheit. Neben wirksamen Lernstrategien braucht es einen weiteren Lerntransferturbo um schädliche Automatismen und Verhaltensgewohnheiten dauerhaft zu verändern.

Erfahren Sie, wie Sie die Selbstverantwortung für den Lernerfolg fördern und sich und andere in ihrer Transferstärke stärken können.

Darum geht es in unserem neuesten Trainings-Impuls mit Prof. Dr. Axel Koch: Transferstärke messen und entwickeln.

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